Spenden für Flüchtlinge

Die aktuelle Flüchtlingssituation

Die Genfer Flüchtlingskonvention, abgekürzt GFK aus dem Jahre 1954 ist ein Abkommen über die Rechtstellung von Flüchtlingen. Diesem Abkommen sowie dem ergänzenden Protokoll dazu aus dem Jahre 1967 gehören zurzeit weltweit etwa zwölf Dutzend Staaten an, darunter auch Deutschland. Ergänzend zur GFK ist in Deutschland der Artikel 16a Grundgesetz eine entscheidende Rechtsgrundlage. Danach genießen politisch Verfolgte Asylrecht. Als ein nach geltendem Völkerrecht ‚legitimer Fluchtgrund‘ gelten Krieg und Terror im Heimatland des Flüchtlings, weil dadurch sein Leben bedroht ist. In dem Land, das der Genfer Flüchtlingskonvention beigetreten ist, kann der Flüchtling Asyl beantragen. Offene Kriege und Kriegszustände herrschen seit mehreren Jahren in Syrien, und seit vielen Jahren in Afghanistan. Diese Situation wird von der Weltgemeinschaft als solche anerkannt, und in der Folge auch der Grund, um aus diesen Ländern zu fliehen.

Im Laufe des Jahres 2015 hat sich diese Situation in Deutschland als einem `Flüchtlingsland‘ dahingehend verstärkt, dass eine Vielzahl von Flüchtlingen aus Syrien, aus Afghanistan sowie aus anderen Ländern Asiens und Afrikas nach Europa flüchtet und in Deutschland Asyl beantragt. Durch die im wahrsten Sinne des Wortes Hunderttausende von Flüchtlingen hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten in und für Deutschland eine Situation ergeben, in die sowohl der Staat mit Bund, Ländern und Gemeinden als auch die Bevölkerung aktiv und direkt einbezogen sind. Mit einem Satz gesagt: Den Flüchtlingen in Deutschland muss geholfen werden. Jeder ist gefordert und sieht sich gefordert.

Wir haben die Kraft…

Auch World Vision bietet aktuell zahlreiche Programme um für Flüchtlinge zu spenden. Damit sie nicht erst nach einer langen Reise nach Deutschland Hilfe erhalten, sondern schon auf ihrem harten Weg dorthin…

 

Ein erstes Resümee zur Flüchtlingshilfe…

…fällt unterm Strich positiv aus. Dazu trägt ganz wesentlich die ehrenamtliche Hilfe der Bevölkerung bei. Eine von vielen Facetten der `Hilfe von Mensch zu Mensch‘ ist die Spendenbereitschaft. Während es in erster Linie eine Aufgabe der öffentlichen Hand ist, die rechtlichen Grundlagen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen, muss den Menschen vor Ort, sprich jedem einzelnen Flüchtling, mit direkter Hilfe und Spenden für Flüchtlinge geholfen werden. Die Flüchtlinge werden direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland bundesweit nach einem mit den Bundesländern abgestimmten Verteilerschlüssel dezentral auf die Städte verteilt. Dort gibt es in jeder Gemeinde eine Anlaufstelle sowie einen Ansprechpartner für die ‚örtlichen Flüchtlinge‘. Das sind gleichzeitig auch diejenigen Adressen, an die sich die Bürger mit Spenden für Flüchtlinge wenden können. In der Summe sind das im gesamten Bundesgebiet buchstäblich Tausende von hauptberuflichen Behörden sowie von ehrenamtlichen, gemeinnützigen Organisationen und Vereinen.

Dringend gebrauchte und gerne gesehene Spenden für Flüchtlinge

  • Oberbekleidung aus Strickwaren in kleineren Konfektionsgrößen
  • Winterbekleidung mit Jacken und Mänteln
  • Mützen, Schals, Handschuhe, Socken und Strümpfe
  • Festes Schuhwerk mit geschlossenen Schuhen und Stiefeln

Das Engagement ist bundesweit, so wie in allen Medien dargestellt, auch nach mehreren Monaten unvermindert groß. Besonders ‚ganz unten‘, von Mensch zu Mensch, wird in den kommenden Wochen nochmals viel Kraft und auch Nächstenliebe erwartet – denn Weihnachten steht vor der Tür. Auch wenn die Flüchtlinge ganz überwiegend sowohl einer anderen Religion als auch Kultur angehören, so ist die deutsche Bevölkerung dennoch, oder gerade deswegen zu einem freundschaftlichen und helfenden Miteinander geradezu aufgefordert. Feststeht, dass sowohl in diesen zehn deutschen Metropolen als auch in allen anderen großen Städten, in den Gemeinden und kleinen Ortschaften ein Ansprechpartner zu finden ist, der den Weg hin zu den Flüchtlingen und zum aktiven Helfen zeigt.

Die Stadt- beziehungsweise Kreisverwaltung ist immer ein richtiger Ansprechpartner, der entweder direkte Antworten gibt oder an die am Ort zuständige/n Organisation/en weiterleitet.

Wenn die Bürger dazu aufgerufen werden, um mit Sachspenden den Flüchtlingen zu helfen, dann handelt es sich in vielen Fällen nicht um eine steuerabzugsfähige Sachspende. Die Bürger spenden Sachen, die sie in ihrem Haushalt sowie in ihrer aktuellen Lebensführung erübrigen können. Dabei handelt es sich in erster Linie um Oberbekleidung sowie um Schuhwerk. Beides wird aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht mehr benötigt. In vielen Orten stehen Kleindercontainer an festen Plätzen, und örtliche Kirchengemeinden veranstalten jährliche Schuhspenden. ‚Sachspenden für Flüchtlinge‘ ist eine Aufforderung an die Bürger, in dieser Situation besonders kritisch und wohlwollend zu prüfen, welche Bekleidung und Sachen sie erübrigen können. Das Ergebnis ist schon nach kurzer Zeit regelrecht überwältigend. Wie es heißt, konnten sich die Organisatoren vor der Vielzahl und Vielfalt an Sachspenden kaum retten. Dabei hat sich gezeigt, dass einige Sachen im Überfluss gespendet wurden, während es an anderer Stelle mangelt. Der Grund dafür ist so natürlich wie erklärbar: Bekleidungsstücke, die in den gängigen Konfektionsgrößen häufig und von vielen Menschen getragen werden, sind in einer dementsprechenden Menge vorhanden und werden infolgedessen auch gespendet. Die Situation ist mit dem Blutspenden vergleichbar; hier ist bei den seltenen eher ein Engpass zu befürchten als bei den gängigen Blutgruppen.

Bei ihrer Ankunft in Deutschland müssen die Flüchtlinge zunächst neu eingekleidet werden. Sie benötigen im Grunde genommen alles, was zum Bekleiden mit Unterwäsche und Oberbekleidung notwendig ist. Für Frauen werden kleinere Konfektionsgrößen dauerhaft gesucht, und zwar vorwiegend die Größen 34 und 36. Ebenso hilfreich wie gefragt sind Sportbekleidung sowie Funktionskleidung. Beides ist wärmend und strapazierfähig. Festes Schuhwerk mit geschlossenen Halbschuhen und hohen Schuhen ist für die bevorstehenden Monate unabdingbar notwendig. Die Flüchtlinge sind in ihrer Lebenssituation gehalten, sich oft und viel im Freien aufzuhalten. Sie brauchen dringend Mützen, Schals und Handschuhe, zumal sie an die Witterung der europäischen Jahreszeiten Herbst und Winter so gut wie gar nicht gewöhnt sind. Strickwaren sind wärmend und oftmals auch deswegen in kleinen Größen vorhanden, weil sie individuell angefertigt, weil sie handgestrickt sind.

Spenden für Flüchtlings-Kinder: Spielwaren für Kinder und Jugendliche

  • Spielwaren jeder Art
  • Bälle für Fußball, Basketball sowie Softbälle
  • Malutensilien wie Stifte, Hefte, Bücher
  • Bilderbücher
  • Englischsprachige Jugendbücher

Doch zu einem sinnvollen Spenden für Flüchtlinge gehört deutlich mehr. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen müssen sich in ihrer fremden Umgebung tagtäglich beschäftigen können. Kinder möchten und müssen spielen. Hierfür werden vielfältige Spielsachen benötigt; vom Malen bis hin zum Legokasten. Bilderbücher und Bälle für die verschiedenen Sportarten sind ebenso sinnvoll und willkommen wie das Springseil oder der Hula Hoop Reifen aus vergangenen Zeiten. Spender müssen sich immer wieder vor Augen führen, dass die Flüchtlinge, wie es heißt, mit Nichts gekommen sind. Infolgedessen haben sie auch nichts, sodass jede Sachspende für sie eine persönliche und oftmals auch ideelle Bereicherung ist.

Jede persönliche Initiative so hilfreich wie willkommen

Das dichte Netz an bundesweiten Spendern und die große Anzahl an Spenden für Flüchtlinge hat sich durch zahlreiche private Initiativen gebildet. Die sind am erfolgreichsten auf örtlicher Ebene. Vergleichbar mit einer Vereinsgründung, mit einer Skat- oder einer Kegelgemeinschaft können sich mehrere Gleichgesinnte zu einer Initiative zusammenfinden und zusammenschließen. Sie brauchen jedoch eine Anbindung an den ‚offiziellen Träger‘ vor Ort. Das kann sowohl die Gemeindeverwaltung als auch eine gemeinnützige Organisation wie DRK, wie Johanniter oder Malteser sein. An dieser Stelle müssen Kräfte und Manpower gebündelt werden, damit nicht aneinander vorbei oder gar doppelt gearbeitet wird. Wie es heißt, braucht das Rad nicht zweimal erfunden zu werden. Was bereits vorhanden ist, wird als Ressource genutzt und durch neue Initiativen ausgebaut. In dieser Situation kann es gar nicht genug ehrenamtlich helfende Hände geben. Jeder ist willkommen, und seine Hilfe ist dann am wirksamsten, wenn sie in das schon bestehende System integriert werden kann.

Bei Geldspenden für Flüchtlinge auf Zahlungsempfänger achten

Geldspenden für Flüchtlinge sind bei den namhaften Organisationen und Verbänden, wie es genannt wird, gut und sicher aufgehoben. Häufig werden aus Anlass von Ereignissen auch eigene Spendenkonten eingerichtet. Der Spender kann sicher sein, dass die darauf eingezahlten Spenden für Flüchtlinge auch tatsächlich zweckgebunden verwendet werden, so wie beispielsweise für die Flüchtlinge in Deutschland. Ein solch zuverlässiger Spendenempfänger ist das Anfang der 2000er Jahre gegründete Aktionsbündnis ‚Aktion Deutschland hilft‘ als ein Zusammenschluss von zwei Dutzend deutschen Hilfsorganisationen.

Schirmherr ist der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler. Dennoch sollte der Spender auch hier darauf achten, ob ein Sonderkonto für ‚Flüchtlinge in Deutschland‘ eingerichtet, oder ob unter dem Spendenstichwort ‚Nothilfe weltweit‘ gespendet wird.

Ganz sicher kommen Spenden für Flüchtlinge dann an, wenn vor Ort ein eigenes, separates Spendenkonto eingerichtet worden ist. Auch das ist bei der Gemeindeverwaltung oder beim Träger der örtlichen Flüchtlingshilfe zu erfahren. Sofern kein Wert auf eine steuerabzugsfähige Spendenquittung gelegt wird, kann ein Geldbetrag in beliebiger Höhe auch in bar gespendet, sozusagen abgegeben werden. Und eine besonders wirksame Hilfe ist es, den Spendenbetrag in die Hand zu nehmen und mit den Flüchtlingen gemeinsam einkaufen zu gehen oder über den Weihnachtsmarkt zu bummeln. Wenn sich mehrere Spender zu einer Initiative zusammentun und durch ihre Spenden für Flüchtlinge ein dreistelliger Eurobetrag zusammenkommt, dann kann einigen Flüchtlingen in mehrfacher Hinsicht hautnah geholfen werden. Die Spender wissen, dass ihr Spende unmittelbar denjenigen erreicht, für den sie auch gedacht ist, und zwar ohne Abzug von irgendwelchen Kosten für Personal oder Verwaltung.

Ansprechpartner zum Thema Spenden für Flüchtlinge

An dieser Stelle werden beispielhaft Adressaten in den deutschlandweit zehn größten Städten aufgelistet, und zwar gemessen an deren Einwohnerzahl. Das schließt nicht aus, dass in der jeweiligen Stadt noch deutlich mehr als die hier genannte ‚Spendenadresse‘ vorhanden sind.

Berlin

Flüchtlingshilfe Berlin
Bluhm Lederer Doering GbR
Greifswalder Str. 220
D-10405 Berlin
E-Mail: andreas.boettge@berlinxx.net
Sprechstunden montags, mittwochs, freitags von 1200 Uhr bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

Hamburg

Hamburg hilft – Spenden für Flüchtlinge
Kleiderkammer Messehallen
Lagerstraße Tor 3
D-20357 Hamburg
Spendenannahme täglich 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr

München

Flüchtlingshilfe München e.V.
Margit Merkle
info@fluechtlingshilfe-muenchen.de
www.fluechtlingshilfe-muenchen.de

Köln

Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Kartäusergasse 9-11
D-50678 Köln
Fon: 0221-3382249
Fax: 0221-3382237
Mobil: 0171-7992647
Email: proelss@koelner-fluechtlingsrat.de

Frankfurt am Main

“Frankfurt hilft”
Engagement für Flüchtlinge
Mainzer Landstraße 405
D-60326 Frankfurt am Main
Fon: 069-68097350

Stuttgart

Wir für Flüchtlinge
Rathaus Marktplatz 1
D-70173 Stuttgart
Fon: 0711-2160
Fax: 0711-21691237
E-Mail: post@stuttgart.de
Sprechzeiten montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr

Dortmund

Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Dortmund
Klosterstraße 8-10
D-44135 Dortmund
Fon: 0231-99340
E-Mail: info@awo-dortmund.de

Düsseldorf

Flüchtlingsbeauftragte der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Miriam Koch
Marktplatz 1
D-40200 Düsseldorf
Fon: 0211-8990009
E-Mail: fluechtlingshilfe@duesseldorf.de

Essen

WIE
Willkommen in Essen
Tanja Fink
Thingstraße 13
D-45138 Essen
E-Mail: tanja@willkommen-in-essen.de

Bremen

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport
Bahnhofsplatz 29
D-28195 Bremen
Fon: 0421-3619580
Fax: 0421-3612072
E-Mail: office@soziales.bremen.de

Unter http://www.tagesschau.de/fluechtlingsprojekte/ findet der Onlinebesucher eine bundesweite Landkarte, in der buchstäblich Hunderte von Flüchtlingsaktionen eingetragen sind und mit einem Mausklick ausführlich mit Kontaktadresse beschrieben werden. Direkt darunter sind diese ehrenamtlichen Hilfsprojekte in alphabetischer Reihenfolge nach Städten und Gemeinden aufgelistet. Mit einem Mausklick wird die Verknüpfung zu der darüber liegenden Landkarte hergestellt.

Die oberste und erste Anlaufstelle bei der Bundesregierung in Berlin ist der Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier als der von der Bundeskanzlerin eingesetzte Flüchtlingskoordinator. Von hieraus wird dezentral über die Bundesländer hin zu den Städten und Gemeinden regiert und delegiert. Peter Altmaier ist unter den beiden folgenden Anschriften erreichbar:

Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
D-10557 Berlin
Fon: 030-182722720

Abgeordnetenbüro Berlin
Platz der Republik 1
D-11011 Berlin
Fon: 030-22771072
Fax: 030-22776540
E-Mail: peter.altmaier@bundestag.de

Spenden für Flüchtlinge – auf lange Sicht

Den Spendern sollte bewusst sein, dass ihre heutige Spendenbereitschaft für Flüchtlinge morgen und übermorgen in eine Aufgabe zu deren Integration in die unmittelbare Nachbarschaft sowie in unsere Gesellschaft übergeht, geradezu übergehen muss. Spenden und Ehrenamt werden also auch zukünftig ebenso dringend benötigt wie heute.

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